Interpellation

(Sanierung Gotthardstrassentunnel)

1980 wurde der Gotthardstrassentunnel dem Verkehr übergeben. Der Gotthard ist und bleibt die kürzeste Verbindung zwischen Süddeutschland und Oberitalien. Die jährliche Zunahme von Personenverkehr und Schwerverkehr ist bekannt. Nach dem Entscheid der bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU müssen wir in Kürze mit einer starken Zunahme des Schwerverkehrs rechnen (40 To). Die ausländischen Lastwagen unterliegen aber nicht den gleichen technischen Vorschriften i.S. Motorisierung und Abgasnormen wie in der Schweiz. Für den Kanton Uri bedeutet dies noch mehr Stau, Behinderungen etc. Der Kanton Uri ist aber seit jeher auf den Strassen-Verkehr und Tourismus angewiesen und wird es auch in Zukunft sein.

Gestützt auf Art. 72 der Geschäftsordnung des Landrates ersuche ich den Regierungsrat um Beantwortung folgender Fragen:

  1.  
  2. 1. Wann und wie gedenkt der Regierungsrat den 1980 fertiggestellten Gotthardstrassentunnel   zu sanieren, nachdem die offene Strecke von Amsteg bis Göschenen bereits saniert ist ?
    2. Mit welchem Zeitaufwand wird für eine Gesamtsanierung gerechnet ?
    3. Mit welchen Behinderungen ist bei der Sanierung zu rechnen ?
    4. Wie will der Regierungsrat die Sicherheit aller Benützer (40 To Lkw, Car, Wohnmobile, PW und Motorräder), die im Gegenverkehr den Gotthard-Strassentunnel befahren, sicherstellen ?
    5. Anerkennt der Regierungsrat die grosse wirtschaftliche Bedeutung des Strassen-Verkehrs für Uri ?
    6. Was gedenkt der Regierungsrat i.S. Verbesserungen von Lärmschutz-massnahmen entlang der Autobahn A2 zu unternehmen ?
    7. Wie gedenkt der Regierungsrat die Sicherheit der Dorfbewohner von Amsteg zu gewährleisten in bezug auf das starke Gefälle Intschi-Amsteg mit den 40 To Lastwagen ?
  3.  
  4.  

Attinghausen, 09. Februar 1998            Der Erstunterzeichner:   Markus Gisler